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Wut

Ich bin so wütend. So unfassbar wütend. Viel zu lange habe ich die Wut geschluckt. Ich finde es gut, dass ich endlich wütend bin. Nur was mache ich damit??? Soll ich meiner Mutter das Herz brechen? Ihr ein Spiegel sein, der ihr aufzeigt wie sie zu mir als Kind und jugendliche war? Ihr heute aufzeigen wie unfassbar schwankend ihr Verhältnis zu mir und anderen Menschen gegenüber ist??? Ich war in den letzten 11 Jahren immer für sie da. War ihre größte Stütze, ihre Freundin, ihre Vertraute. Keiner kennt sie besser als ich. Doch wo bleibe ich?? Ihr Kind? Es dreht sich immer nur um sie. Auch jetzt wo ich mich in der Therapie befinde. Wenn ich dir helfen kann, bin ich da. Aber ich merke, dass es überwiegend auf Schuldgefühlen basiert. Aber nein, sie ist ja fertig. Sie hat ja alles aufgearbeitet. Sie hat gesagt, sie hätte Angst vor einem Bruch zwischen uns. Sie hat gesagt, ach wenn ich darin jetzt weiter rumwühle bricht mein Lebenskonstrukt zusammen. Ich nehme immer wieder Rücksicht. Will ihr nicht weh tun. Ich weiß, dass sie es nicht extra macht. Aber wo bleibe ich??? Wer hat mich mit 17 vor die Türe gesetzt? Wer hatte 17 Jahre zu ihrer Mutter keinen Kontakt? Vielleicht hat sie auch keine Angst, dass ich den Kontakt abbreche. Das würde ich nie tun. Sie ist meine Mutter. Aber vielleicht macht sie es ja. Wenn der Druck ihr mal wieder zu groß wird???? Ich möchte keine Angst mehr vor Ablehnung haben. Es kann nicht sein, dass ich als " Kind" Sicherheit vermittel, um mich auch sicher zu fühlen. Nur wenn ich funktioniere klappt das. Es hat Jahre lang geklappt. Doch nun habe ich selbst drei Kinder. Für die muss ich da sein. Und auch für den Mann den ich liebe. Wobei er mir gerade näher ist, als jeder Mensch vorher. Der erste Mensch auf den ich mich soooo einlassen kann. Es ist so schön. Aber dadurch merke ich erstmal mit wieviel Mühe ich das Konstrukt innerhalb meiner Familie aufrecht erhalten habe. Wieviel Kraft es mich gekostet hat. Wieviel ich eingesteckt habe. Wie "falsch" vieles war/ist. Ich möchte mich gerne befreien. Werde versuchen mich anders zu verhalten. Möchte meiner Mutter sagen, dass ich einiges in mir trage, was mich verletzt, wütend macht. Aber ich es ihr nicht sagen werde, weil ich sie nicht verletzten möchte. Ich werde ihr aber sagen, dass ich das Gefühl haben möchte die Tochter zu sein. Die man kennt, der man anmerkt, wenn es ihr nicht gut geht oder sie auch mal unterstützt. Auch wenn es sehr wahrscheinlich nichts bringen wird. Aber das muss ich rauslassen. Denn ich bin auch da. Ich kann meinen Kindern auch nicht sagen, ich bin gerade ungerecht zu dir, oder bekomme dich nicht mit, weil ich zu viel mit mir beschäftigt bin. Da bin ich da. Das sind meine Kinder und ich bin Mama. Abgesehen würden meine Mädels mir die Bude auseinander nehmen, wenn ich ihnen keine Aufmerksamkeit schenken würde. Parentifiziert nennt sich das, was bei meiner Mutter und mir passiert ist. Klingt alles plausibel. Aber wie gehe ich und auch meine Mutter damit um??? Meine Mutter denkt ja auch wir sind soooo offen zu einander. So nahe sind sich andere Mütter mit ihren Kindern nicht. Wir sag. Uns alles. Hach ist das nicht schön??? So ein Blödsinn. Ich bin bereit die Fassade fallen zu lassen, aber ist es meine Mutter auch? Ich kann es mir wünschen und nur hoffen. Ich werde weiterhin viel Mitgefühl haben, aber ich möchte mich nicht mehr aus den Augen verlieren. Ich werde mein bestes geben. Hach und wieder werde ich etwas geben. Das hört wohl nie auf ;-)
22.7.14 23:10


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